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Schach-nix? Schach-nixnix!

Schach-nix? Schach-nixnix!

am 16. März 20204 Kommentare

Wir befinden uns im Jahr 2020 n. Chr. Ganz Sport-Deutschland ist vom Coronavirus besetzt. Ganz Sport-Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Schachspielern bevölkerter Verein hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten….


Und plötzlich steht die Welt still. Die ebenso drastischen wie notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus haben nicht nur das öffentliche Leben in atemberaubender Geschwindigkeit eingeschränkt, sondern auch den Spielbetrieb sämtlicher Sportarten im Handstreich ausgesetzt. Oder eben nur von fast allen Sportarten. Denn kaum erreichte uns am Freitagmorgen die Meldung vom Präsidium des Württembergischen Schachbundes über die sofortige Aussetzung des Spielbetriebs, warteten unsere Verantwortlichen für kreative Ideen, Franziska Fröhlich und Kevin Pieczka, mit der Idee auf, das für den Abend geplante Jugendquartalsturnier kurzerhand in die virtuelle Welt zu verlegen. Und so kam es auch: am Freitagabend um 18 Uhr „trafen“ sich immerhin 16 Spieler*innen unseres Vereins auf der Online-Schachplattform Lichess für einen Schachwettkampf ganz ohne Ansteckungsgefahr und mit besonders viel wrdlbrmpfd (nein, der Autor ist nicht über der Tastatur eingeschlafen, sondern das ist der kreativ-tiefsinnige Benutzername des Turniersiegers).

Die Resonanz? War so gut, dass zwei Tage später gleich noch ein Turnier mit Beteiligung von Schachfreunden aus anderen Vereinen stattfand. Zuvor wurde sogar das ausfallende Jugendtraining, ebenfalls über die Lichess-Plattform, nachgeholt. An diesem Beispiel offenbart sich eine Eigenheiten des Schachspiels, die es den meisten anderen Sportarten voraus hat: Schach kann ohne großen Aufwand immer und überall praktiziert werden, und in Zeiten von Lichess und Co. können sogar ganze Vereinsabende spontan ins „virtuelle Vereinsheim“ verlegt werden. Ein Zaubertrank, den man nutzen und jeder mal probieren sollte.

Das Wichtigste zum Schluss: allen Mitgliedern und Schachfreunden viel Gesundheit und alles Gute – und hoffentlich bis bald zum üblichen Vereinsabend. Doch bis dahin: wir sehen uns im virtuellen Vereinsheim!

4 Kommentare

  • Falco Nogatz

    Dürfen auch ehemalige Vereinsmitglieder am Freitag mitmachen? Ich wär gern dabei 🙂

    • Alexander Kelemen

      Natürlich, nichts lieber als das! Schreib mir einfach eine Mail mit deinem Lichess-Namen. 🙂

  • Hanne

    Nein „mein Verein“ versinkt nicht in Lethargie, nein er reagiert!
    Meine Hochachtung vor Franziska und Kevin, die schachspielen ohne Ansteckung möglich machen! Toll,dass so viele mitmachen! Ich bin stolz auf unseren Schachclub! Bleibt alle gesund und hoffentlich ist dieser Spuk halb vorüber! Es grüßt euch Hanne Ufvschlag

  • Super Idee von Franziska und Kevin – und auch ein sehr gelungener Beitrag dazu von Alex. Tut mir leid, dass ich nur einmal kurz teilgenommen habe.

    Auf euch können wir stolz sein. Und die Idee verdient es, in der Ulmer Schachgeschichte festgehalten zu werden.