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Vom Adler über den Wolf bis hin zum niedlichen Playboybunny

Vom Adler über den Wolf bis hin zum niedlichen Playboybunny

Fragt ihr euch nicht auch manchmal, wie groß der Einfluss des Schachspiels in der modernen Gesellschaft eigentlich ist.

Haben nicht bereits verschiedenste Künstler die ein oder andere Zeile dem Königlichen Spiel gewidmet? Heute jedoch gibt es eine tierisch aufregende Zusammenfassung der grandiosen Geschehnisse der ersten Runde unseres Vereinsturniers.
Der Verfasser verweist hiermit darauf, die folgenden Zeilen mit einem Augenzwinkern und der nötigen Portion (mindestens 3 Gänge) Humor zu interpretieren. Ich wünsche bereits im Voraus viel Spaß beim Lesen.

In der ersten Partie des Abends bahnte sich etwas ganz Großes an.
Für viele Zuschauer schien es so, als könnte sich ein neues Gesicht etablieren. In Gedenken an die Statuen des Alten Roms wurde sich im Bildhauen versucht. Über lange Zeit hinweg rechneten viele der Umstehenden mit einem im wahrsten Sinne des Wortes zeichnerischen Ausgang (wie ein schlechter Mathelehrer ba dumm tsss). Zur großen Enttäuschung blieb die Überraschung aber aus und selbst der aufmerksamste Zuschauer, die Pieczkatze, musste mit ansehen, wie der neue Michelangelo kurz vor der Ziellinie mit dem Meißel abrutschte und sich selbst über seinen Fehler noch ein zweites Mal nachdenken ließ.

Das zweite Spiel kann im Vergleich zu den anderen als Symbiose zwischen einem motivierten Marienkäfer und einer läppischen Lotusblume verstanden werden.
So ließ der Marienkäfer keinerlei Zweifel aufkommen, dass er sich von der Blume ernähre und nicht umgekehrt. Er kannte (wie Ngolo) seinen Auftrag und räumte alles ab, was ihm in seiner Entfaltung der Flügel in die Quere kommen könnte.

Partie Nummer drei leitete an diesem Abend die Halbzeit ein.
Auf der einen Seite haben wir den frechen Fuchs, der im dichten Variantenwald die ganze Zeit über versuchte auf die begehrte Taktikanhöhe zu gelangen. Da aber nicht nur der Fuchs danach strebte, sondern auch die Sporen eines Pilzes, fanden sich diese (vom kräuselnden Wind getragen) als Erste auf der Anhöhe ein und vergifteten mit ihren krausen Blättern am Ende den frechen, sich gegen den Niedergang stemmenden Fuchs.

Die vierte Erstrundenpartie hätte zweifelsohne das Sprungbrett für das Häschen unseres Vereins werden können. Gut getarnt in seinem niedlichsten Outfit als Playboybunny versuchte das Häschen mehr als ein Mal den bösen Wolf hinters Licht zu führen. Es sprang hier und da und überall hin um von seiner aktuellen Postion abzulenken und selbst den Biss zu setzen, der sich wie ein Dolch in das Herz des bösen Wolfes bohren sollte.
Als man schon nahezu sicher davon ausgehen konnte, das Häschen würde mit seiner Strategie Erfolg haben, vergaß es einen Haken zu schlagen und verharrte zu lange in seiner Stellung. Daraufhin sperrte der böse Wolf sein Maul auf und fraß das Bunny mit Haut und Haaren. Steht die Fütterung nun noch bevor oder konnte er damit gesättigt werden?

Bevor wir zum Höhepunkt des Abends, dem Adlerflug und der Partie des Geheimfavoriten kommen, gab es in der 5. Partie ein wahres Donnerwetter. Während alles bei schönem Sonnenschein begann, wurde das Wetter immer weiter gereizt und erzürnt. So stapelten sich innerhalb kürzester Zeit die Cummulus Nimbus Wolken und es entstand eine Atmosphäre, schlimmer noch als bei Sodom und Gomorrha. Daher war es kein Wunder, dass sich der, der mit dem Feuer spielt auch daran verbrennen würde.

Den Höhepunkt des Abends gab es beim Flug des Adlers zu sehen. Zwischen seinen Jagdattacken wartete der stolze Adler jedes Mal hoch oben auf in seinem Horst. (ja Horst nicht Günther hahahaha)
Wenn der Adler aber zu seinen Beuteflügen ausschwärmte dann verdunkelte sich die Sonne durch die mächtigen Schwingen. Durch seine unvergleichliche Spannweite bot der Adler allerdings auch eine große Angriffsfläche. So waren seine Raubzüge zwar jedes Mal imposant zu bestaunen, doch schließlich leider nicht zielführend, da am heutigen Abend nicht viel Beute anzutreffen war. Um doch noch einen Hasen zu reißen, begab er sich deshalb weiter in die Gebiete der Landwirte vor. Diese sollte ihm auch zum Verhängnis werden, als sie seinen letzten Flug des heutigen Abends besiegelten. Hoffen wir in zwei Wochen wieder seine Majestät bestaunen zu können.

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2 Kommentare

  • Beeindruckend, kreativ und unterhaltsam geschrieben! Ich muss aber eingestehen, dass ich nicht jedes Bild verstanden habe.

  • Frieder

    Wow, vielen Dank für einen sehr unterhaltsamen Bericht! Fies, die verwirrende läppische (lepschische?) Lotusblume 😉

    Hoffentlich ist das nur der Beginn einer wunderbaren Serie 😉

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