View Sidebar
Zweite und Vierte überzeugen

Zweite und Vierte überzeugen

am 25. Februar 2017Kommentare geschlossen

Zweite und Vierte erzielten vergangenen Sonntag zwei erfreuliche Ergebnisse und bestätigen so ihre gute Form.

SC Weiße Dame Ulm 2 – SC Lindau   5:3

Da es gegen Langenau nicht klappte, sollte gegen Lindau zumindest ein Punkt geholt werden, um sich nicht doch noch mit dem Abstieg beschäftigen zu müssen. Am Ende stand sogar ein ganzer „Dreier“ zu Buche, wie man im Fußball sagen würde. Damit klettert die Zweite sogar auf den dritten Rang und darf sich berechtige Hoffnungen auf einen Endplatz in der oberen Tabellenhälfte machen.

Zum ersten Mal in der laufenden Saison musste unser Spitzenbrett Heiko Sieber passen, für ihn rückte Thomas Hartmann an das vorderste Brett auf, wo er seinen Job wie schon so oft in dieser Saison mit Bravour erledigte. Mit den schwarzen Steinen konnte er nach einer wenig überzeugenden Neuerung seines Gegners in der Skandinavischen Verteidigung früh ausgleichen und erhielt alsbald das bessere Spiel. Irgendwann fiel bei Weiß ein Bauer, den Mehrbauern münzte Thomas dann souverän in einen vollen Punkt um.

Eine verrückte Partie entwickelte sich bei Franz Schmid (2), der mit 1. c4 eigentlich ruhig aufschlug. Schon nach fünf Zügen aber schmissen beide Kontrahenten die Theorie über Bord, nach 10 Zügen hatte Franz seinen a-Bauern bereits bis nach a6 geschoben. Schon beim Kibitzen verstand ich die Partie nicht recht, nach häuslicher Analyse aber auch nicht unbedingt besser. Auf alle Fälle standen beide Spieler irgendwann einmal in dieser äußerst unübersichtlichen Partie besser und schlechter. Leider verlor Franz einmal mehr die Übersicht, verlor Material und musste die Partie aufgeben.

Jürgen Bühler (3) bestrafte die überaggressiv geführte Eröffnung seines Gegners, der die Rochade bis zum 23. Zug hinauszögerte, dafür aber mit den weißen Steinen in der Modernen Eröffnung mit frühem h3, g4 randalierte. Irgendwann fielen die schwarzen Figuren über die löchrige weiße Stellung her. Jürgen steigert damit seinen Score auf beeindruckende 4/5!

Auch Franziska Fröhlich (4) sah sich mit einer sehr unorthodoxen Eröffnung konfrontiert, ließ sich aber wenig beeindrucken und stand eigentlich die gesamte Partie über klar besser, landete aber am Ende mit einem Mehrbauern in einem ungemütlichen Endspiel mit Türmen und ungleichfarbigen Läufern, das letztlich im Remis endete. Mit überzeugenden 3,5/5 Punkten in ihrer ersten Saison zeigt sie, was für eine Verstärkung sie für uns ist.

Der Berichterstatter (5) durfte einmal mehr Sizilianisch spielen, kam auch recht gut in die Partie, ließ aber dann nach einer Ungenauigkeit seines Gegners erst eine dicke Chance auf Vorteil liegen, und hatte am Ende Glück, dass sein Gegner genau wie er einer Fata Morgana unterlag. Eine Kombination mit Springeropfer wurde von beiden Spielern für inkorrekt gehalten, was sich nach der häuslichen Analyse als falsch herausstellte. In beidseitiger Zeitnot überzog sein Gegner dann und Schwarz gewann.

Eine strategisch interessante Partie entwickelte sich bei Norbert Baur (6) aus der Abtauschvariante der Französischen Verteidigung heraus. Norbert setzte den schwarzen Isolanie auf d5 unter Druck, konnte diesen schließlich erobern. Infolge taktischer Komplikationen ging der Mehrbauern aber wieder verloren, und es entstand ein wahrscheinlich ausgeglichenes Endspiel mit T+S gegen T+L. Einige bange Momente musste Norbert noch überstehen, als er einen Bauern verlor, doch schließlich brachte er die Partie in den Remishafen.

Albert Lepschi (7) provozierte seinen jungen Gegner, indem er zwei Türme für die weiße Dame anbot. Sein Gegner nahm den Fehdehandschuh auf, allerdings war Alberts Dame überaus aktiv und lief Amok im weißen Lager, wonach Alberts nun bereits drittem Sieg in Folge nichts mehr im Wege stand.

Robert Eikmanns (8) machte in seinem ersten Saisoneinsatz mit Weiß eigentlich alles richtig und erarbeitete sich eine sehr bequeme Stellung, traf dann aber einmal eine falsche Entscheidung, die sich als fatal herausstellte und gleichbedeutend mit einer Niederlage war.

Zwei Runden stehen noch aus, in denen die Zweite sich noch mit Friedrichshafen auseinandersetzen muss, die sich zuletzt mit drei Siegen in Folge aus dem Tabellenkeller gezogen haben. Am letzten Spieltag bittet dann Jedesheim zum Tanz.

SC Weiße Dame Ulm 4 – TV Wiblingen 1   4:4

Unsere Vierte bestätigte parallel ihren guten Lauf und knöpfte dem Tabellenführer aus der Nachbarschaft einen Punkt ab. Die nötigen Siege erzielten dabei Daniel D’Souza und Berthold Sauter, während Frederic Goda, Philipp Zitzelsberger, Ljubisav Topalovic und David Tritsch remisierten. Herzlichen Glückwunsch an die Wiblinger, die nun vor dem letzen Spieltag bereits drei Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte 5. Mannschaft aus Jedesheim haben und somit als Aufsteiger bereits feststehen. Am letzten Spieltag gegen eben jene Jedesheimer geht es für beide Teams also nur noch um einen positiven Saisonabschluss.

Kommentare geschlossen