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Vorbericht zur Saison 2016/17 der ersten Mannschaft

Vorbericht zur Saison 2016/17 der ersten Mannschaft

am 15. September 2016Kommentare geschlossen

Am kommenden Sonntag startet auswärts bereits der erste Mannschaftskampf gegen Fils-Lauter – höchste Zeit also für meinen traditionellen launigen Einstimmungs-Einschätzungs-Vorabbericht.

Eben dieser Erstrundengegner war durch meinen Bericht vor zwei Jahren leicht verstimmt – ich hatte Ihnen den Abstieg prognostiziert, leider hatte ich auch Recht behalten  (ich mochte die Mannschaft wirklich), und ebenso leider sind sie nach einem Jahr Landesliga direkt wieder aufgestiegen. Ich gönne Ihnen zwar den Aufstieg, aber leider ist die Mannschaft durch den Einbau zweier jüngerer Spieler aus meiner Sicht dieses Jahr deutlich stärker einzuschätzen. OK, jetzt habe ich das kleine Wort „leider“ arg strapaziert, aber wir werden uns am Sonntag leider warm anziehen müssen.

Sehen wir uns einmal die Statistik der Liga an:

Mannschaft DWZ-Schnitt der ersten acht Bretter DWZ-Schnitt aller Bretter
1. SV Reutlingen 1 2197 1864(!)
2.  SV Nürtingen 1 2100 2008
3. SV Ebersbach 1 2087 1900
4. SF Pfullingen 1 2071 2013
5. TSV Langenau 1 2067 1996
6. SC Weiße Dame Ulm 1 2039 1967
7. Markdorf 1 2029 1830
8. SC Rangendingen 1 2005 1841
9. SG KK Hohentübingen 1 1982 1912
10. Ssg Fils-Lauter 1 1982 1849

 

Hmmm, Fils Lauter ist in dieser Statistik Letzter, aber trotzdem gebe ich Ihnen dieses Jahr gewisse Rettungschancen.

Insgesamt ist die Liga ähnlich besetzt wie im vergangenen Jahr, starke Ab- und Aufsteiger blieben aus. Dies liegt auch daran, dass die Oberliga aufgrund eines angenommenen Gnadengesuchs von Bebenhausen dieses Jahr mit elf Mannschaften spielt.

Aus Sicht des Verfassers eine äußerst fragwürdige Entscheidung aus mehreren Gründen. Bebenhausen hat mit drei Mannschaftspunkten am Ende der Saison seine Oberligatauglichkeit nicht nachhaltig bewiesen und da im kommenden Jahr die Oberliga wieder mit zehn Mannschaften spielen wird, gibt es dieses Jahr auch in der Verbandsliga (und in den weiteren unteren Ligen) voraussichtlich mehr Absteiger. In unserer Verbandsliga Süd wird es höchstwahrscheinlich vier Mannschaften treffen, vielleicht auch fünf und damit die halbe Liga.

Eine Rolle mag bei der Entscheidung gespielt haben, dass Bebenhausen der Begegnung mit Hohentübingen aus dem Weg gehen wollte. Immerhin hat der Verband aus den Vorfällen insoweit gelernt, als dass der Faschingssonntag 2017 zum spielfreien Tag erklärt wurde, weil er doch überraschenderweise ein gewisses Lärmrisiko birgt (alaaf, helau und rumtata….).

Ein paar Worte zu den einzelnen Teams mit einer kurzen Einschätzung zum Abschneiden:

Reutlingen (2197):

Vom reinen DWZ-Schnitt der ersten acht Bretter der Liga weit voraus. Letztes Jahr mit ähnlicher Truppe sechster, von den vier Legionären spielt nur einer recht regelmäßig. Für höhere Ambitionen ist die Ersatzbank zu dünn besetzt. Erwartung: Mittelfeld

Nürtingen (2100):

Starke erfahrene Mannschaft, zum Glück sind wir deren Angstgegner. Immer dafür gut, einen aussichtsreichen Mannschaftskampf  mit 3,5:4,5 zu vergeigen. Letztes Jahr Vizemeister, dieses Jahr Aufstiegsaspirant. Erwartung: Spitzenplatz

Ebersbach (2087):

Ambitionierte Mannschaft, der im vergangenen Jahr gegen Ende der Saison die Nerven versagten. Auch sie wird dieses Jahr wieder in den Aufstiegskampf eingreifen. Erwartung: Spitzenplatz

Pfullingen (2071):

Alte Bekannte mit einer Verstärkung an Brett 6. Im Grunde eine ausgeglichene Mannschaft, in der Spitze vielleicht etwas dünn besetzt. Erwartung: Oberes Mittelfeld

Langenau (2067):

Ulmer Vorstadttruppe, spielstark und trinkfest trickreich. Sie konnten offenbar Altmeister Rentschler (DWZ 2243) an Brett 6 reaktivieren, an Brett 3 sitzt ein Jungtalent. Schwachpunkte könnten die Bretter 7 und 8 sein (sorry, Jungs). Erwartung: Oberes Mittelfeld, evtl. mehr.

Weiße Dame Ulm (2039):

Nach dem Abstieg der Post müssen wir nun die Fahnen des Ulmer Schachs alleine hochhalten. Den Abgang unseres Spitzenbrettes Frieder Smolny (Promotion in Berlin, schade für uns) konnten wir durch einen Neuzugang aus dem hohen Norden kompensieren (willkommen, Arne – hoffentlich hast Du Dich bis zum Saisonbeginn an Baden-Württemberg gewöhnt). Vorne recht stark besetzt, nach hinten wird’s dünner. Überstehen wir die Auftakthürde Fils-Lauter und bestreiten die Saison konstant stabil, könnte es ein halbwegs sicherer Platz im Mittelfeld werden – steigen fünf Mannschaften ab, wird es möglicherweise spannend beim Thema Klassenerhalt. Erwartung: Mittelfeld

Markdorf (2029):

klassische Fahrstuhlmannschaft; vorne bärenstark, hinten naja. Der Klassenerhalt sollte das Ziel sein. Der Erfolg wird auch davon abhängen, wie viele Absteiger es aus der Oberliga in unsere Verbandsliga geben wird. Erwartung: Abstieg

Rangendingen (2005):

Bekannte Mannschaft mit schon lange nicht mehr gesehenen Gegnern. Dieses Jahr als Aufsteiger aus der dunklen Alb/Black Forest-Landesliga mal wieder vertreten und überraschend stark. Sie werden dennoch um jeden Mannschaftspunkt hart kämpfen müssen. Erwartung: Abstieg

Hohentübingen (1982):

Im vergangenen Jahr wegen der Geschehnisse in der Oberliga dem Verbandsliga-Abstieg entronnen. Dieses Jahr droht ein ähnliches Schicksal (ohne Entrinnen). An den hinteren Brettern zu schwach, die Ersatzbank gibt auch keinen großen Joker her. Erwartung: Abstieg

Fils-Lauter (1982):

Aufsteiger und vom DWZ-Schnitt her gemeinsam mit Hohentübingen am unteren Ende angesiedelt, dennoch keinesfalls zu unterschätzen und mit viel Verbandsliga-Erfahrung ausgestattet. Zudem werden zwei jüngere hungrige Spieler integriert. Erwartung: Kampf um den Klassenerhalt bis zur letzten Patrone

Mein Tip für die Abschlusstabelle:

1. SV Ebersbach 1
2. SV Nürtingen 1
3. TSV Langenau 1
4. SF Pfullingen 1
5. SV Reutlingen 1
6. SC Weiße Dame Ulm 1
7. Ssg Fils-Lauter 1
8. SC Rangendingen 1
9. SK Markdorf 1
10. SG KK Hohentübingen 1

 

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