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Landesliga-Showdown in Jedesheim

Landesliga-Showdown in Jedesheim

am 11. April 2016Kommentare geschlossen

Bei der zentralen Endrunde der Landesliga, die am gestrigen Sonntag in Jedesheim stattfand, waren alle Landesligamannschaften und vier Oberligateams an einem Ort im Einsatz. Für unsere Zweite ging es gegen den Tabellenletzten aus Wetzisreute um das nackte Überleben, während unsere Dritte nur noch um einen guten Saisonabschluss gegen Jedesheim spielte.

Für neutrale Zuschauer konnte es bestimmt kaum eine spannendere Ausgangslage geben: die beiden Tabellenletzten trafen am letzten Spieltag direkt aufeinander, um die Frage um Abstieg oder Klassenerhalt Auge in Auge zu klären. Bei einem Sieg bzw. Unentschieden würden wir uns halten, sofern Tabellenführer Markdorf gegen den Tabellendrittletzten aus Mengen gewinnen würde. Da Markdorf für den sicheren Aufstieg unbedingt gewinnen musste, durften wir also durchaus hoffen, dass wir Mengen noch am letzten Spieltag überholen würden. Für die Spieler freilich war es weniger attraktiv…dem ein oder anderen flatterten dann doch ein wenig die Nerven!

Nichtsdestotrotz starteten wir gut in den Abstiegsgipfel. Norbert Baur nahm früh das Remisangebot seines Gegners an, da wir anderen eigentlich allesamt passable Stellungen vorzuweisen hatten. Mein Gegner überließ mir in der Eröffnung das Zentrum, was ihm eine wenig angenehme passive Stellung aufzwang. Nach einem taktischen Missgriff fiel die Stellung dann schnell auseinander, und ausnahmsweise ließ ich mir den Sieg dann nicht mehr nehmen. Unsere Führung wurde dann von Klaus Locher ausgebaut. Mit dem Wissen um diese komfortable Führung rauchte David in sehr remisverdächtiger Endspielstellung mit ungleichfarbigen Läufern mit seinem Gegner die Friedenspfeife.

Mannschaftsführer Frank konnte gegen die harmlose Eröffnungswahl seines Gegners (1.a3) zunächst leicht ausgleichen, ließ sich dann aber taktisch austricksen und musste aufgeben. Es dauerte aber nicht lange, dann war der alte Abstand wieder hergestellt – Franz bestrafte das überoptimistische Spiel seines Gegners und knüpfte ihm eine Qualität plus Bauer ab. Die Gewinnführung ließ sich sein Gegner dann nicht mehr zeigen.

Zeit, den Sekt aus dem Kühlschrank zu holen? Klare Führung, dazu bei Robert und Helmut durchaus aussichtsreiche Stellungen, und auch Markdorf führte gegen Mengen mit 3,5 – 2,5, wobei zumindest eine der beiden noch laufenden Partien sich zugunsten von Markdorf entwickelte – manch einer von uns ließ innerlich schon die Sektkorken knallen. Tja, ihr ahnt es wohl schon…

Plötzlich kippten nicht nur die Stellungen von Robert und Helmut, nein – auch das siebte Brett von Markdorf stand plötzlich mit einer glatten Figur weniger da! Dies bedeutete für das sechste Brett von Markdorf, unbedingt auf Sieg spielen zu müssen, da ein Unentschieden gegen Mengen nicht zum Aufstieg reichen würde, da der Tabellenzweite aus Tettnang sich anschickte, Langenau in alle Einzelteile zu zerlegen. Plötzlich mussten wir uns also doch noch sorgen. Robert wollte wohl unbedingt gewinnen und überzog seine Stellung, mit am Ende vier Bauern weniger war nichts mehr zu machen. Noch davor vergab Helmut in einem komplizierten Endspiel mit Qualität gegen Bauer seinen Vorteil und verlor am Ende noch glatt, da er die Freibauern seines Gegners zu stark werden ließ. 4:4 also – aus einem sicher geglaubten Sieg war einmal mehr nur ein Unentschieden geworden.

Damit konnten wir nun nur noch auf Markdorf hoffen. Sollte Mengen überraschenderweise ein 4:4 schaffen, wäre das für uns gleichbedeutend mit dem Abstieg gewesen, da wir die deutlich niedrigeren Brettpunkte gegenüber Mengen hatten.

Doch das Schicksal meinte es gut mit uns – Markdorf konnte die eigentlich verlorene Partie an Brett 7 doch noch gewinnen und so den Sieg eintüten. Markdorf steigt somit auf – und wir nicht ab! Am Ende bestimmt mit einer großen Portion Glück, das uns aber auch in anderen Partien wie gegen Lindau und Jedesheim fehlte.

Doch auch in einer so schwierigen Saison gibt es immer Sieger – bei uns waren das allen voran Jonas Förderreuther, der am zweiten Brett mit bärenstarken 4,5 Punkten aus sechs Partien seine Klasse unter Beweis stellte, und Robert Mierzwa , der mit teilweise spektakulären Siegen glänzte. Auch David Ringhut bestätigte mit soliden 50% gegen einen starken Gegnerschnitt seinen andauernden Aufwärtstrend. Letzlich gilt aber allen Spielern ein großes Dankeschön, da sie sich trotz der widrigen Umstände immer wieder zum Kämpfen motivierten. So macht selbst Abstiegskampf Spaß!
Zur 2. Mannschaft

Die Dritte schloss die Saison mit einer knappen 3,5 – 4,5 Niederlage gegen Jedesheim ab, was aber auch einem kampflos abgegebenen Punkt geschuldet ist. Norbert Baur war kurzfristig noch in die Zweite aufgerückt, um sie bei der Mission Klassenerhalt zu unterstützen. Zur 3. Mannschaft

 

 

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