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Fehlstart für die Zweite perfekt – Tettnang demontiert die Dritte

Fehlstart für die Zweite perfekt – Tettnang demontiert die Dritte

am 18. November 2015Kommentare geschlossen

Nicht Freitag der 13., sondern Sonntag der 15. November war für die Weiße Dame Ulm ein rabenschwarzer Tag. Beide Landesligamannschaften unterlagen ihren Kontrahenten klar, und auch die fünfte Mannschaft musste erneut eine deutliche Niederlage hinnehmen.

Spielort Friedrichshafen

Vorweg etwas Positives: erneut konnte unsere zweite Mannschaft auf alle ihre Stammkräfte zurückgreifen, was verglichen mit anderen Mannschaften durchaus nicht selbstverständlich ist. Somit war die Stimmung trotz der beiden Auftaktniederlagen gegen unsere Dritte und Lindau auf der Zugfahrt nach Friedrichshafen gut, die ersten Punkte sollten heute geholt werden.

Doch allen guten Vorsätzen zum Trotz kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass auch an diesem Spieltag nicht viel für uns zu holen war. Keiner unserer Spieler konnte sich eine wirklich vorteilhafte Stellung herausspielen, im Gegenteil, teilweise sahen sich einige von uns bereits nach der Eröffnungen mit schlechteren Stellungen konfrontiert. Der erste Punktgewinn für die Gastgeber fiel dann an Brett 8, an dem Robert Eikmanns nach einem unglücklichen Figurenverlust ausgangs der Eröffnung nach tapferem und aufopferungsvollem Kampf seinen materiellen Nachteil nicht mehr kompensieren konnte. Auch Alex Kelemen an Brett 6 war als Folge einiger Ungenauigkeiten in der Eröffnung gezwungen, eine passive Stellung zu verteidigen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als ob ihm das gelingen würde, ein schwerwiegender Fehlgriff kurz vor dem 40. Zug ruinierte seine Stellung aber komplett und er erlag in der Folge einem starken Mattangriff. Das letztendliche Matt ist recht sehenswert:

Etwas überraschend sorgte Jonas Förderreuther an Brett 2 für den Anschlusstreffer. Nachdem in der Eröffnung bereits ein Bauern flöten ging, schien seine Stellung klar verloren zu sein. Doch Jonas verteidigte sich zäh und schaffte es im weiteren Verlauf der Partie, seinen Gegner zunehmend unter Druck zu setzen, der diesem schließlich nicht viel entgegenzusetzen hatte. Ein beeindruckendes Comeback unseres zweiten Brettes!

Doch Hoffnung keimte nur kurz auf. Als nächstes ging die Partie von Frank Bitter an Brett 1 verloren, nachdem Frank in einer aufregenden Partie die Zeit überschritt. Auch David Ringhut kämpfte an Brett 5 mit der Zeit (beim 17. Zug nur noch eine Minute auf der Uhr zu haben, kann einen schon etwas nervös machen. Aber zum Glück gibt es ja die 30-Sekunden Gutschrift pro Zug) und einer schlechteren Stellung. Als David angesichts eines Minusbauern und der eben erwähnten leichten Zeitnotphase versuchte, die Stellung taktisch zu verwickeln, ging leider eine Figur verloren. Zwar wehrte sich David noch lange tapfer, am Ende aber verwertete sein erfahrener Gegner seinen Materialvorteil im Endspiel.

Eine hochinteressante Partie hatte Robert Mierzwa auf dem Brett. Bereits früh in der Eröffnung opferte sein Gegner einen Bauern, den sich Robert nach langem Überlegen einverleibte. In der Folge geriet er aber zunehmend unter Druck, und auch hier schien es, als ob die gegnerische Initiative zu stark werden würde. Doch Robert bewahrte einen kühlen Kopf und legte eine starke Verteidigungsleistung an den Tag. Daraufhin wurde sein Gegner ungeduldig und verlor im taktischen Gemetzel am Ende eine ganze Figur. Diesen Sieg ließ sich Robert dann natürlich nicht mehr nehmen. Währenddessen kämpften auch Tobias Baumann und Rüdiger Boeck in schlechteren Endspielen nur noch ums Remis, was ihnen am Ende leider nicht vergönnt wurde. Beide mussten ihren König umlegen.

Klar und deutlich mit 2:6 unterlagen wir also am Bodensee und bleiben somit weiterhin mit leeren Händen ganz tief drin im Abstiegskampf. Nur Wetzisreute liegt wegen der geringeren Brettpunktzahl noch hinter uns.
Zur 2. Mannschaft

Spielort Ulm

Derweil wurde der Höhenflug unserer dritten Mannschaft brutal beendet. Gegen Tettnang hagelte es eine 1:7-Klatsche. Einzig Norbert Baur und Alexander Hoffart konnten ein Remis beisteuern. Leider ist unserer Dritten nach diesem Debakel keine leichtere Aufgabe am nächsten Spieltag vergönnt. Mit Markdorf trifft man auf die wertungstechnisch stärkste Mannschaft der Liga. Zur 3. Mannschaft

Auch die fünfte Mannschaft erlitt eine bittere Niederlage, mit 2:6 ging man gegen Jedesheim 4 unter. Kevin Pieczka und Daniel Überreiter steuerten immerhin ein Remis bei, Nils Böck konnte seine Partie an Brett 4 gewinnen. Somit bleibt die fünfte Mannschaft erstmal mit null Punkten am Tabellenende. Die nächste Runde steht dann ganz im Zeichen Überlebenskampf. Mit Berghülen trifft man auf die einzige Mannschaft, die ebenfalls noch keine Punkte in der laufenden Saison sammeln konnte. Ein echter Krisengipfel, für den wir alles Gute wünschen!
Zur 5. Mannschaft

 

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