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Halbfinale Endstation im Viererpokal

Halbfinale Endstation im Viererpokal

am 29. Juni 2015Kommentare geschlossen

Im Halbfinale des Württembergischen Verbandspokals musste der Ulmer Vierer die Überlegenheit der Gegner aus Schmiden-Cannstatt anerkennen. Am Ende hieß es 0,5-3,5 für den aus der 2.Bundesliga abgestiegenen Neuoberligisten. Einzig Uwe konnte an Brett 4 die Klatsche verhindern, Frank, Frieder und Rainer blieben relativ chancenlos.

Parallel zum wieder vorbildlich organisierten und durchgeführten Kinder und Jugendschachtag wurde pünktlich um 10 Uhr am Sonntag das Halbfinale im Viererpokal angepfiffen. Mannschaftsführer Rainer hatte im Vorfeld wieder eine brillante Taktik ausgegeben. An den ersten drei Brettern 2,5 Punkte holen und Uwe ist die „Kompensation“, d.h. falls der Plan vorne nicht klappt, tritt die Kompensation in Kraft. Der Gast aus Schmiden hatte uns aber (leider) nicht unterschätzt, und war in Bestbesetzung unter anderem mit einem FM an Brett 4 erschienen. Daher betrug der DWZ-Unterschied im Schnitt ca 150 Punkte, was trotz Kompensation nicht gerade Anlass zu überschäumendem Optimismus bot. Anfangs erschienen die Stellungen aber durchaus ausgeglichen. Frieder und Uwe standen in Königsindischstellungen mit Weiss bzw Schwarz ganz passabel. Frank hatte den Durchschnittsholländer und Rainer eine Rainerstellung. Bald wurde aber klar, dass es heute wohl nicht ganz reichen würde. Obwohl sein Gegner zwischendurch sich selber auf der Verliererstraße wähnte, hatte Frank sich zielsicher in eine Verluststellung manövriert. Nach umsichtiger Verteidigung des Gegners musste er daher als Erster die Hand zur Aufgabe reichen. Frieder hatte im Königsinder seine Dame in Angriffsposition gebracht. Diese Angriffsposition führte bei versperrtem Rückweg zu einem improvisierten Opfer derselben gegen Turm und Läufer. Der anschließende Versuch einen Haltegriff anzusetzen, sprich die Stellung so zu blockieren, dass kein Gewinn mehr möglich ist war nicht von Erfolg gekrönt. In der Zwischenzeit hatte auch Rainer seinen Angriff etwas veropfert und verblieb mit anderthalb Figuren weniger. Einzig Uwe konnte mit einem Remisangebot in ausgeglichener Stellung einen halben Punkt erringen, was angesichts des DWZ-starken Gegners ein schöner Erfolg war, aber den Mannschaftskampf nicht mehr entscheidend beeinflusste.

In der Gesamtrückschau bleibt das Erreichen des Halbfinals auf Württembergischer Ebene ein schöner Erfolg. Man muss sich ja noch Ziele fürs nächste Jahr lassen. Ebenfalls positiv erwähnt werden kann, dass die Weisse Dame dieses Jahr zwei Mannschaften stellen konnte (von denen beide die erste Runde überstanden).

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