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Weiße Dame gewinnt Bezirksviererpokal

Weiße Dame gewinnt Bezirksviererpokal

am 19. März 2015Kommentare geschlossen

Sensationell konnte die Weiße Dame zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Viererpokal des Bezirks Oberschwaben für sich entscheiden. Am späten Samstagabend herrschte sowohl bei den Ulmern als auch beim Gegner aus Weiler ungläubiges Staunen ob des 2,5-1,5 Endstands für Ulm gegen den Favoriten und letztjährigen Finalisten im württembergischen Verbandspokal.

Bereits beim morgendlichen Eintreffen in Weiler gab es für die Weiße Dame eine erfreuliche Nachricht. Das zweite Halbfinale zwischen Weiler und Langenau würde ins Wasser fallen da Langenau nicht antrat. Daher war klar, dass bereits ein Sieg im Halbfinale gegen Friedrichshafen zur Qualifikation auf Verbandsebene reichen würde da Weiler bereits vorqualifiziert war. Diese Qualifikation wurde dann durch einen 2,5-1,5 Sieg erreicht der allerdings etwas mühsamer war als vorher erhofft. Nachdem anfänglich alle Bretter aussichtsreich für die Weiße Dame aussahen verflachten die Stellungen zusehends bzw. schienen teilweise fast schon kritisch zu werden. Schließlich gelang es dann aber Frieder (Brett 1), Rainer (Brett 3) und Uwe (Brett 4) ihre Partien remis zu halten. Frank (Brett 2) konnte den Gesamtsieg sichern obwohl gerade seine Stellung am Anfang vielen eher seltsam erschien.

Nach der Mittagspause stand dann das Finale gegen die Halbprofis aus Weiler an. Deren Manager hatte Einiges investiert um auch dieses Jahr den Pokal im Allgäu behalten zu können. Anfangs schien es auch ein einfaches Unterfangen zu werden da Frank an Brett 1 nach einer Eröffnungsungenauigkeit gegen einen Schweizer Legionär chancenlos blieb und sehr früh die Hand zur Aufgabe reichen musste. Zu diesem Zeitpunkt ließen auch die anderen Partien wenig Hoffnung, da sich eher remisliche bis negative Stellungen abzeichneten. Ein Lichtblick war erst erkennbar als Uwe an Brett 4 im für ihn typisch verschachtelten Mittelspiel zunächst einen Bauer gewinnen und diesen dann auch mehr oder weniger sicher verwerten konnte. Als dann Rainer an Brett 3 seine objektiv betrachtet schwierige und aus seiner Sicht völlig normale Stellung ins Remis abgewickelt hatte war klar dass die Entscheidung in Frieders Partie an Brett 2 fallen würde. Dieser musste gewinnen was in der Stellung mit Bauernmehrheit am Damenflügel vs Königsflügelmehrheit des Gegners als nahezu unmöglich erschien. Als dann aber Frieders Gegner versuchte über ein unorthodoxes Manöver am eigentlich schwächeren Damenflügel Initiative zu entfalten schien plötzlich alles möglich. Kurze Zeit später hatte Frieder (bzw. sein Gegner) erfolgreich in ein Endspiel mit entferntem Freibauer abgewickelt und so konnten die vier Ulmer fröhlich mit dem Bezirkspokal im Auto von dannen ziehen. Es bleibt daher nun abzuwarten wie man die Überaschungen der letzten Wochen noch toppen kann, am Sonntag steht das Verbandsligaduell gegen Biberach auf dem Plan…

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