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Erste Mannschaft erobert den zweiten Tabellenplatz

Erste Mannschaft erobert den zweiten Tabellenplatz

am 8. März 2015Kommentare geschlossen

Da vermutlich vier Mannschaften aus der Verbandsliga Süd absteigen werden, stand nach der 6. Runde trotz des dritten Tabellenplatzes der Klassenerhalt der ersten Mannschaft alles andere als fest. Nach dem relativ sicheren Sieg am letzten Sonntag gegen die bisher sehr stark spielende Mannschaft aus Pfullingen ist der Abstieg nun aber fast sicher abgewendet.

Zu Beginn schien sich ein spannender Kampf abzuzeichnen, da an fast allen Brettern sehr scharfe Stellungen entstanden – daher war es eine angenehme Überraschung, dass wir ziemlich bald mit 3-0 deutlich in Führung gehen konnten. Dafür sorgten Frank, Franz-Josef und Heiko: Franks Gegner spielte eine aggressive Nebenvariante gegen die holländische Verteidigung und griff mit g4 am Königsflügel an. Frank konnte im Zentrum kontern und erhielt starkes Gegenspiel gegen den nicht rochierten weißen König – das sich ergebende Endspiel mit 2 Mehrbauern ließ sich der Pfullinger nicht mehr zeigen. Heiko hatte dagegen eine schlechtere Stellung aus der Eröffnung erhalten, glücklicherweise übersah sein Gegner ein taktisches Motiv. Heiko konnte den Materialvorteil schnell durch einen Angriff auf den generischen König verwerten, sodass auch zwei verbundene gegnerische Freibauern keine Rolle mehr spielten. Franz-Josef hatte zwar eine etwas gedrückte Stellung nach der Eröffnung, nachdem er den starken weißfeldrigen Läufer des Gegner tauschen konnte hatte er aber keine Probleme mehr. Kurze Zeit später konnte er einen Bauern gewinnen, und da seine Figuren bereits deutlich aktiver waren als die gegnerischen dauerte die Partie danach nicht mehr lange.

Da zu diesem Zeitpunkt meine Partie technisch gewonnen war, konnte Rainer durch eine Zugwiederholung den Mannschaftssieg sichern. Zuvor hatte er in der königsindischen Hauptvariante seinem Gegner durch die lange Rochade einige Angriffschancen gegeben, doch schließlich brachte er ein ähnliches Qualitätsopfer wie in der letzten Runde, und stand in der Schlussstellung vermutlich eher etwas angenehmer. Auch Uwe spielte die lange Rochade gegen die königsindische Verteidigung und auch er geriet unter einen Angriff. Leider konnte er diesen nur auf Kosten eines klar schlechteren Endspiels abwehren.

Boris stand ausgangs der Eröffnung unter starkem Druck des gegnerischen Läufers auf g2. Obwohl sein Gegner ein Endspiel mit einem Mehrbauern erreichen konnte, hatte der Ulmer aber wohl immer genug Gegenspiel für das Remis. Thomas hatte dagegen keine Eröffnungsprobleme und stand sogar eher angenehmer. Schließlich versuchte sein Gegner noch für längere Zeit, ein Damenendspiel zu gewinnen, aber auch dieses war wohl nie besser für Weiß und die Partie endete Remis. Ich konnte irgendwann meine Partie gewinnen (nachdem ich zuvor einen schnelleren Gewinn erst einen Zug zu spät gesehen hatte). Uwe konnte seine Stellung leider nicht halten – sein Gegner hatte einen zu sicheren König und konnte schließlich seinen h-Bauern umwandeln, ohne wesentliches Gegenspiel zuzulassen.

Damit ergab sich das folgende Endergebnis:

Br. SF Pfullingen 1 SC Weiße Dame Ulm 1 2,5:5,5
1 Bräuner, Uwe Smolny, Frieder 0:1
2 Schmidt, Olaf Fleischer, Frank 0:1
3 Altenhof, Martin Egle, Heiko 0:1
4 Nagelsdiek, Michael Weber, Franz-Josef 0:1
5 Einwiller, Bernd Wolf, Rainer ½:½
6 Andreev, Vlad Berning, Boris ½:½
7 Nägele, Thomas Gebhardt, Uwe 1:0
8 Einwiller, Dieter Hartmann, Thomas ½:½

Dank unserer 35.5 Brettpunkte liegen wir damit knapp vor den Mannschaftspunkt-gleichen Pfullingern. Trotzdem ist der Abstieg theoretisch noch möglich, erfordert aber eine ganze Kette von ungünstigen Ergebnissen. Ein Punkt in der nächsten Runde gegen Biberach würde dieses Problem natürlich aus der Welt schaffen. 😉

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