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Datenbanken, Chili con Carne und mangelnde Konstanz – WDU 1 beendet Saison im gesicherten Mittelfeld

Datenbanken, Chili con Carne und mangelnde Konstanz – WDU 1 beendet Saison im gesicherten Mittelfeld

am 27. April 2014Kommentare geschlossen

Auch wenn in den letzten Wochen das ein oder andere Abstiegsgefahr-Gerücht die Runde machte, so belegten wir am Ende einen soliden sechsten Platz, der in jedem Fall auch ohne Oberliga- oder sonstige Schützenhilfe den Klassenerhalt bedeutet hätte.

Wieder einmal zeigte sich, dass die Verbandsliga Süd des Schachverbands Württemberg zu den ausgeglicheneren (Minen-)Feldern gehört. Wie zu Beginn der Saison im Vorbericht erwähnt, stellte sich relativ schnell heraus, dass mit der sympathischen Mannschaft aus Balingen und den zurückgezogenen Bebenhausenern zwei Abstiegsplätze vergeben sind. Am oberen Ende der Tabelle machten die im Vorbericht genannten Mannschaften aus Biberach, Ebersbach und Reutlingen im Rennen um den Aufstiegsplatz die Pace.

Letztlich stieg Ebersbach verdient auf (wir gratulieren!), da das vorentscheidende Match gegen Biberach bereits in Runde 3 mit 4,5:3,5 denkbar knapp gewonnen werden konnte. Ebersbach verlor zwar seinerseits recht hoch mit 2,5:5,5 gegen Reutlingen, aber der mit einigen Titelträgern verstärkte Aufsteiger (Reutlingen) spielte wie prognostiziert letztlich nicht konstant genug, um mit dem Aufstieg dauerhaft etwas zu tun zu haben.

Erstaunlicherweise ließen sowohl Reutlingen mit drei 4:4-Unentschieden gegen die drei Tabellenschlusslichter als auch Biberach mit zwei Unentschieden gegen den siebten und achten der Liga wichtige Punkte im Tabellenkeller zurück. Die Titelträger bei erstgenannter Mannschaft kamen dabei im Schnitt in fünf der acht Kämpfe zum Einsatz.

Im Abstiegskampf konnte sich Markdorf durch einen frühen und knappen Sieg in Runde vier ausgerechnet gegen uns etwas absetzen – überhaupt spielte die Mannschaft vom Bodensee sehr effizient und holte sechs ihrer acht Punkte mit 4,5:3,5-Siegen. Der neben Balingen und Bebenhausen dritte Absteiger wurde erst am letzten Spieltag im direkten Vergleich zwischen Nürtingen und Hohentübingen ausgespielt – die Nürtinger erreichten hier genau den benötigten rettenden 5,5:2,5-Sieg.

Nun aber zur Weißen Dame: Wir starteten gut mit einem Vorbereitungsabend im Hause Rainer Wolf und einem souveränen 5,5 gegen Hohentübingen. Schwer zu sagen, ob uns das von Rainer zubereitete Chili con Carne oder die Partien-Datenbanken von Frieder und Rainer den gewünschten Schub gaben – wahrscheinlich war’s eine Mischung aus beidem. Es schloss sich ein ermutigendes 4:4 gegen den Aufstiegsaspiranten aus Tübingen an, wo sogar mehr drin war.

Dann geriet ohne gemeinsame Vorbereitung und Chili con Carne aber mächtig Sand ins Getriebe; trotz eines Sieges von Johannes Bathray an Brett 1 gegen den 2300-Mann Dieter Knödler verloren wir unglücklich gegen Markdorf und anschließend völlig chancenlos mit 1,5:6,5 gegen Reutlingen. Es folgte eine weitere Niederlage gegen die starken Ebersbacher und der Blick ging spätestens jetzt nach unten. In der vorletzten Runde bewiesen wir dann starken Überlebenswillen mit einem auch in der Höhe verdienten 7:1 gegen Balingen und konnten die Saison dann im für uns bedeutungslosen Kampf gegen Biberach, die noch minimale Aufstiegschancen besaßen, mit 2,5:5,5 ausklingen lassen.

Insgesamt litten wir ein wenig unter mangelnder Konstanz, insbesondere der unerwarteten und unnötigen Niederlage gegen Markdorf in Runde vier. Positiv heraus ragten die oberen Bretter, vor allem Heiko (der aktuell Vater von Zwillingen wird oder wurde) mit 4,5 aus 7 und Frieder an Brett eins mit soliden vier Remisen bei vier Einsätzen. Auch Johannes mit 3,5 aus 8 bei starker Gegnerschaft und Frank mit 3,5 aus 6 bei nur einer Niederlage erfüllten die Erwartungen.

Aus dem Mittelfeld und den hinteren Brettern kam diese Saison insgesamt zu wenig – Rainer mit 5 aus 8 spielte noch recht gut, aber sowohl der Topscorer (3,5 aus 8) als auch der Berichterstatter (2,5 aus 7) und Altmeister Viktor (2,5 aus 5) können sich kommende Saison wieder steigern.

Diese wird sicherlich wieder eine spannende und ausgeglichene – mit dem Oberliga-Absteiger aus Pfullingen und den Landesliga-Aufsteigern Jedesheim und Fils-Lauter erwarten uns gut besetzte und altbekannte Gegner. Der Aufsteiger aus dem Bezirk Alb/Schwarzwald steht bei zwei noch ausstehenden Runden nicht fest – hier dauerte die Winterpause wohl länger.

Wir werden uns wieder steigern – sei es mit Chili con Carne, Chessbase oder am besten beidem!

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