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Bezirksliga nächste Saison ohne Weiße Dame Mannschaft

Bezirksliga nächste Saison ohne Weiße Dame Mannschaft

am 25. März 2014Kommentare geschlossen

Die Schachspiele wanderten erst gar nicht zurück in den Schrank: Nachdem das Material von der Württembergischen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft im Möbelhaus Mahler am Samstagabend in die Essinger-Schule zurückgebracht war, wurde es auch gleich wieder aufgestellt. Mit der ersten, dritten und vierten Mannschaft waren am Sonntag gleich wieder drei Weiße Dame Vertretungen im Einsatz. Viele der Spieler waren am Tag zuvor noch in der Blitzmannschaft oder als Helfer eingespannt.

Der Stress des Vortages musste aber schnell vergessen sein, ging es für alle drei Mannschaften doch um viel: Unsere erste Mannschaft benötigte gegen Balingen unbedingt einen Sieg, um dem Abstieg noch etwas zu entrinnen. Für Weiße Dame 3 würde dagegen schon ein Unentschieden reichen, um den Aufstieg in die Landesliga bereits perfekt zu machen. Die vierte Mannschaft spielte ebenfalls noch gegen den Abstieg, nur ein Sieg würde, wenn überhaupt, noch helfen.

Der eine benötigte Mannschaftspunkt rückte für die dritte Mannschaft aber schnell in weite Ferne: Nachdem David Ringhut am Abend zuvor krankheitsbedingt absagen musste und die Mannschaft so nur siebt gegen SF Vöhringen 1 antrat, stellte Falco Nogatz an Brett 3 bereits nach wenigen Zügen in der Eröffnung die Qualität ein. Etwas konsterniert wurde der WDU3-Mannschaftsführer aber schnell durch die Worte von Vereinskollege Matthias Schwab aufgebaut:

Ich spiel jetzt 15 Jahre hier und es ist immer das gleiche: Nach zwei Stunden steht die Weiße Dame total schlecht und nach fünf Stunden wird dann trotzdem der Sieg gefeiert.

Er sollte recht behalten. Nach und nach entwickelten sich aus den zunächst noch kritischen Stellungen aussichtsreiche Positionen, sodass Rüdiger „Orakel“ Boeck verhalten optimistisch schon auf einen knappen Sieg tippte. Selbst an Brett 3 mit Minusqualität zeichnete sich sowas wie Gegenspiel ab. Falcos Gegner gab dann auch die Qualität zurück und führte eine dreifache Stellungswiederholung herbei. Wenig später konnten nacheinander Rüdiger Boeck, Franz Schmid und Spitzenbrett Heiko Sieber Siege einfahren, sodass es bereits 3,5:1,5 stand. Zwar musste Alexander Kelemen dann noch vor der Zeitkontrolle die Waffen strecken, doch war bereits klar, dass Alexander Hoffart an Brett 4 keinen Widerstand seines Gegners noch zulassen würde. Wenig später musste dieser dann auch angesichts eines verlorenen Bauernendspiels die Waffen strecken, sodass der Mannschaftssieg sicher war. Robert Mierzwa hatte dann an Brett 7 irgendwann Erbarmen mit seinem Gegner und knetete das Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauern nicht weiter aus und stimmte in die Punkteteilung ein.

Mit dem zu siebt errungenen 5:3-Sieg über Vöhringen steht die dritte Mannschaft nun bereits vor der Schlussrunde als Aufsteiger in die Landesliga fest. Das vor der Saison ausgerufene Ziel wurde also prompt erfüllt, wobei die Art dann doch überrascht. Insbesondere unsere Jugendspieler haben Biss gezeigt und während der Saison unzählige Remisofferten abgelehnt und immer auf Sieg gespielt. So spielten Robert Mierzwa (5/6, Brett 7), Alexander Kelemen (4/6, Brett 6) und David Ringhut (4/6, Brett 8) allesamt deutlich über Erwartung. Auch Alexander Hoffart (6/7, Brett 4), Rüdiger Boeck (5/7, Brett 5) und Heiko Sieber (4/5, Brett 1) an den vorderen Brettern können sich nach aktuellem Stand über hohe DWZ-Zugewinne freuen.

Br. SC Weiße Dame Ulm 3 SF Vöhringen 1 5:3
1 Sieber, Heiko Büchele, Johannes 1:0
2 Schmid, Franz Meyer, Roland 1:0
3 Nogatz, Falco Renner, David ½:½
4 Hoffart, Alexander Lell, Stephan 1:0
5 Boeck, Rüdiger Prem, Armin 1:0
6 Kelemen, Alexander Czada, Manfred 0:1
7 Mierzwa, Robert Schlecker, Walter ½:½
8 Schleiffer, Helmut -:+

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Für die vierte Mannschaft lief es unterdessen nicht so gut. Sie nahmen den Abstiegskampf in der achten Runde voll an und erspielten sich zahlreiche sehr gute Positionen. Viel zu häufig fehlte dann aber das letzte bisschen Glück, um sich für den hohen Einsatz zu belohnen. Frederic Goda zeigte in der Begegnung gegen den Tabellenzweiten Obersulmetingen ein doppeltes Figurenopfer, nahm seinen Gegner sehenswert auseinander, fuhr dann aber mit zwei ungenauen Zügen nicht mehr die Ernte ein und musste sich ins Dauerschach retten. Auch an den übrigen Brettern wurden vorteilhafte Stellungen noch verspielt, auch durch leichtfertige Einsteller.

So reichte es am Ende nur zum knappen 3,5:4,5. Da Konkurrent Laupheim gegen die nur zu fünft angetretenen Blausteiner gewann und die vierte Mannschaft in der letzten Runde spielfrei ist, steht die gerade aufgestiegene Weiße Dame Mannschaft damit bereits als Absteiger in die Kreisliga fest.

Br. SC Weiße Dame Ulm 4 SC Obersulmetingen 1 3,5:4,5
1 Krauß, Rainer Böhringer, Reinhold 1:0
2 Braig, Elmar Hein, Christoph 1:0
3 Bornmüller, Erich Volz, Klaus 0:1
4 Goda, Frederic Gretzinger, Bernd ½:½
5 Kikic, Radovan Hengstberger, Ulli ½:½
6 von Koschitzky, Ignacio Simó Maucher, Richard 0:1
7 Radovic, Miodrag Zell, Michael ½:½
8 Rieken, Bernd Hecht, Reinhold 0:1

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