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SG KK Hohentübingen 4,5 – 1,5 Klassenerhalt!

SG KK Hohentübingen 4,5 – 1,5 Klassenerhalt!

am 6. Juli 2013Kommentare geschlossen

An diesem 6. Spieltag ging es sowohl für uns als auch für unsere Freunde aus Hohentübingen um den Klassenerhalt, wobei wir die etwas günstigere Ausgangssituation hatten. Die Königskinder mussten unbedingt gewinnen, um nicht am letzten Spieltag auf Schützenhilfe von Karlsruhe gegen Neumühl angewiesen zu sein. Uns hingegen würde schon ein Unentschieden zum Klassenerhalt reichen. Man muss aber dazusagen, dass wir zwei Spiele geschenkt bekommen haben und somit auch noch keinen selber erspielten Sieg in der Tasche hatten. Weil an diesem Spieltag unser Sommerfest stattfand, wurde das Spiel im Einverständnis mit den Königskindern auf 10 Uhr vorverlegt, vielen Dank an unsere Freunde dafür! Das Spiel konnte aber erst um 11 Uhr beginnen, da ein Unfall am Aichelberg die Königskinder zu einem Umweg zwang. Als ob das nicht schon genug wäre, fanden die Königskinder unser Spiellokal erst nach einer halbstündigen Irrfahrt durch Ulm. Somit begannen wir zwar mit einiger Verspätung, dafür durften wir zum ersten Mal in Stammaufstellung spielen! Die Königskinder waren dagegen erheblich geschwächt, es fehlten gleich zwei Leistungsträger, die durch zwei junge Talente ersetzt wurden. Dafür spielte ihr DWZ-Riese an Brett 1, Lauritz Jansen. Walter sah sich also zum wiederholten Mal in dieser Saison einem echten Bären gegenüber. Auch wenn Walter an Brett 1 eine unglückliche Saison spielt (wer soll’s ihm verdenken, wenn sein schwächster Gegner überhaupt in dieser Saison bereits fast 200 Punkte stärker war?), schlug er sich gegen seine starken Gegner immer ganz ordentlich. Und auch an diesem Tag war vielleicht mehr drin. Lauritz legte es auf eine sehr taktische Partie an und spielte mit den weißen Steinen den Vierbauernangriff gegen Walters Königsinder. Es entwickelte sich eine sehr unangenehme Stellung für Schwarz und es war schwer, sinnvolle Züge für Walter zu finden. Während Walter relativ planlos mit seinen Springern umherzog, griff Lauritz den schwarzen Monarchen am Königsflügeln mit seiner Bauernmacht an. Schwarz hätte das drohende Unheil vielleicht noch abwenden können, fand die richtigen Züge aber nicht und wurde am Königsflügel schließlich überrannt. Schade für Walter, aber er hat in dieser Saison wirklich die härtesten Aufgaben.

An Brett 2 führt Frank die weißen Steine und es kam ebenfalls ein Königsinder aufs Brett. Während am Spitzenbrett die Partie stark taktisch geprägt war, war die Partie von Frank gegen Nils Müller eher strategischer Natur. Schwarz konnte in dieser Partie relativ leicht ausgleichen und sogar ein kleines Plus verzeichnen. Frank konnte das Blatt aber bald wenden und sich Vorteil erarbeiten, den er fast die ganze Partie über nicht abgab. Nachdem er einen Bauern gewinnen konnte, schien es, als ob Frank die Partie in der Tasche hätte. Sein Gegner konnte aber durch anhaltendes Druckspiel Franks Gewinnbemühungen im Keim ersticken. Die Partie endete nach 71 Zügen Remis. Eine starke Leistung beider Kontrahenten.

Katja spielte an Brett 3 eine strategisch sehr feine Partie. Nachdem sie in der Eröffnung mit Schwarz bereits Vorteil erzielen konnte, baute sie diesen die gesamte Partie über aus. Ihr junger Gegner versuchte aufopferungsvoll, seine Stellung zu verteidigen, aber Katja nutze seine schlechte Bauernstruktur aus und knüpfte ihm erst einen, dann einen zweiten Bauern ab, wonach die Partie entschieden war.

Meine Wenigkeit spielte an Brett 4 mit Weiß einmal mehr gegen das Wolga-Gambit, jedoch schien mein Gegner nicht so fit in dieser Eröffnung zu sein und ich erhielt bald eine angenehme Stellung. Nach ein, zwei Ungenauigkeiten meines Gegners konnte ich Material und somit auch die Partie gewinnen.

Unsere treuen Bretter 5 und 6, die beide bisher zu allen Spielen zugesagt haben, konnten beide ihre jungen Gegner relativ sicher überspielen. Roberts Gegner behandelte das Mittelspiel etwas unglücklich, verlor Material und musste bald die Waffen strecken. David hatte zwar die meiste Zeit Vorteil, aber sein Gegner verteidigte sich gut. Irgendwann schaffte es David, einen Bauern zu gewinnen, später eine Figur und somit die Partie. Der Endstand lautete also 4,5-1,5 für uns. Damit können wir bereits für die nächste Saison in der BW-Liga planen, die dann hoffentlich mit deutlich weniger kampflosen Begegnungen verläuft. Die Königskinder könnten mit einem Sieg über Heilbronn bei gleichzeitiger Niederlage Neumühls gegen Karlsruhe sich in der Liga halten. Wir drücken ihnen die Daumen!

Beim anschließenden Sommerfest konnten wir bei leckerem Kuchen und gegrillten Würstchen und Steaks unseren Klassenerhalt feiern! Das gute Wetter wurde durch ausgiebiges Basketball- und Fußballspielen ausgenutzt. Natürlich durften auch die lautstarken Tandemrunden nicht fehlen! Insgesamt also ein schöner und erfolgreicher Tag für die Jugend der Weißen Dame Ulm!

Br. SC Weiße Dame Ulm e.V. 1 SG Königskinder Hohentübingen e.V. 1 4,5:1,5
1 Veit, Walter Jansen, Lauritz 0:1
2 Bitter, Frank Müller, Nils Samuel ½:½
3 Stoll, Katja Hurm, Marius 1:0
4 Kelemen, Alexander Holzträger, Lasse 1:0
5 Mierzwa, Robert Hildebrand, Dominik 1:0
6 Ringhut, David Häcker, Martin 1:0

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